Segnung der neuen Feuerwehrfahne

Der 25. April 2026 wird als besonderer Tag in die Geschichte unserer Feuerwehr eingehen. Nach monatelanger, sorgfältiger Planung konnte die neue Feuerwehrfahne – entworfen und gestiftet von unserem Ehrenverwalter Herbert Ciganek – feierlich gesegnet und in den Dienst gestellt werden.

Bereits ab 13 Uhr trafen die Kameradinnen und Kameraden unserer Wehr sowie zahlreiche Abordnungen aus dem gesamten Bezirk vor dem Feuerwehrhaus ein. Um 13:30 Uhr versammelte sich eine beeindruckende Anzahl an Fahnenabordnungen, Feuerwehrmitgliedern, Ehrengästen sowie Bürgerinnen und Bürgern aus Markgrafneusiedl. Gemeinsam formierte sich ein Ehrenzug, der in Begleitung des Musikvereins Markgrafneusiedl zunächst zum Kriegerdenkmal zur Heldenehrung und Kranzniederlegung marschierte und anschließend zum Ruinengelände weiterzog.

Dort wurde die neue Feuerwehrfahne feierlich mit einer Fanfare in den Gewölbekeller begleitet. Feuerwehrkommandant Johannes Hofer eröffnete den Festakt. Unter den Ehrengästen konnte er Bürgermeister Wolfgang Seidl aus Markgrafneusiedl, Bürgermeister Andreas Iser-Quirgst aus Glinzendorf, Bürgermeisterin Andrea Demel aus Großhofen, Vizebürgermeister Edgar Müller – auch stellvertretend für alle anwesenden Gemeinderäte –, Sebastian Mitterhofer von der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf, Brandrat Engelbert Herney, Abschnittsbrandinspektor Leopold Brandstetter, den stellvertretenden Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Patrick Leberbauer, die Ehrenfeuerwehrkommandanten, Ehrenhauptbrandinspektoren Willfried Huber und Hannes Holubek, zahlreiche Abordnungen der Feuerwehren aus dem Bezirk, Pfarrer Gregor sowie den Musikverein Markgrafneusiedl begrüßen.  Die Moderation übernahm Ehrenoberbrandmeister Bernhard Klein.

In ihren Festansprachen betonten die Ehrengäste die besondere Bedeutung einer Fahne – gerade in der heutigen Zeit. Sie steht als Symbol für Zusammenhalt, Beständigkeit und gelebte Werte. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Feuerwehr seit Generationen für Mut, Einsatzbereitschaft und Nächstenliebe steht und diese Werte durch die Fahne sichtbar gemacht werden.

Ehrenverwalter Herbert Ciganek beschrieb die Gestaltung der Fahne eindrucksvoll:
„Diese Fahne ist mehr als ein besticktes Stofftuch. Sie soll von nun an an Tradition und Werte erinnern, aber ebenso an die Verbundenheit mit unserer Gemeinde. Auf der Vorderseite stellt die Fahne unseren Schutzpatron, den heiligen Florian, dar. Dieser führt in seiner rechten Hand eine Lanze mit der Flagge der Gemeinde Markgrafneusiedl, und mit seiner linken Hand gießt er aus einem Löscheimer Wasser über brennende Häuser. Im Hintergrund ist das Wahrzeichen unserer Gemeinde, die Ruine, zu sehen. Eingefasst ist diese Darstellung mit dem auf Spruchbändern geschriebenen Wahlspruch ‚Gott zur Ehr’ – dem Nächsten zur Wehr‘. Eichenlaub in den Ecken komplettiert das Bild. Auf der Rückseite sind das Korpsabzeichen der Feuerwehr, das Gemeindewappen sowie das Wappen des Bundeslandes Niederösterreich dargestellt. Überkrönt wird diese Wappengruppe von dem unserem alten Dienstsiegel entnommenen historischen Feuerwehrhelm mit gekreuzten Äxten aus dem Jahr 1881. Dieses Gründungsjahr unserer Feuerwehr ist ebenfalls mittig angeführt. Eingerahmt ist das Wappenbild mit dem Schriftzug ‚Freiwillige Feuerwehr Markgrafneusiedl‘. Auch hier findet sich Eichenlaub in den Ecken.“

Nach der Segnung durch Pfarrer Gregor erfolgte die feierliche Zusammensetzung und Übergabe der Fahne. Mit den Worten “Wir übernehmen die Fahne, halten sie hoch, halten sie fest und geloben, dass keiner sie verlässt“ übernahm der Kommandant die Fahne und übergab sie an die Fähnriche. Der anschließende Fahnengruß und die Landeshymne bildeten den würdigen Abschluss des Festakts.

Ein besonderer Moment war die Ehrung des Fahnenstifters Herbert Ciganek, dem für sein außergewöhnliches Engagement gedankt wurde. Als Anerkennung erhielt er die Verdienstmedaille 2. Klasse in Silber des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes.

Im Anschluss klang die Veranstaltung in gemütlicher Atmosphäre aus. Der Musikverein sorgte für die musikalische Umrahmung, während das Weingut Frank kulinarische Köstlichkeiten bereitstellte und die Feuerwehr für die Bewirtung der Gäste sorgte.

Ein gelungenes Fest für einen besonderen Anlass – und ein würdiger Beginn für ein neues Symbol unserer Gemeinschaft.

(c) Fotos Roland Neuhauser